VirtualDJ Sampler: Drum-Loops synchronisieren, Re-Drum bauen und Beatgrid kontrollieren

Ein durchlaufender Drum-Loop kann zwei Titel im Übergang rhythmisch verbinden. In VirtualDJ lässt sich dafür ein fertiger Loop in den Sampler laden oder ein einfaches Re-Drum-Pattern aus Kick und Clap aufbauen. Entscheidend ist, dass Loop, Songtempo und Beatgrid sauber zusammenarbeiten.

Drum-Loop als Übergang einsetzen

Der grundlegende Ablauf ist einfach: Song A läuft, der Drum-Loop wird zunächst leise gestartet und langsam eingeblendet. Beim Wechsel zu Song B bleibt der Loop aktiv und wird danach wieder ausgeblendet. So entsteht eine rhythmische Brücke zwischen beiden Titeln.

Für die Lautstärke werden die Befehle sampler "MeinBeat" volume +10% und sampler "MeinBeat" volume -10% genannt. Damit lässt sich der Loop schrittweise ein- beziehungsweise ausblenden.

Fertigen Loop laden oder Re-Drum selbst bauen

Ein fertiger Drum-Loop kann direkt in einen freien Sampler-Slot gezogen werden. Für den Slot werden anschließend Loop und Sync aktiviert.

Alternativ lässt sich ein einfaches Pattern mit Kick und Clap selbst zusammensetzen. In den Notizen wird dafür ein 16-Step-Raster beschrieben: Bass Drum auf den Steps 1 und 9, Clap auf 5 und 13. Anschließend wird SYNC aktiviert, damit das Pattern am laufenden Titel ausgerichtet bleibt.

Als kombinierter Shortcut wird sampler "MeinBeat" play_stop & sampler "MeinBeat" sync on genannt.

Tempo und Startpunkt synchronisieren

Im Menü des Sampler-Slots wird der Abspielmodus auf Loop gestellt. Mit Sync beziehungsweise Match BPM passt sich der Loop an das Tempo des laufenden Decks an.

Für Automix wird zusätzlich die Option autoMixBeatMatch mit dem Wert Auto genannt. Quantize sorgt dafür, dass der Sampler-Start auf einen passenden Beat beziehungsweise Takt gelegt wird.

Eine Taste kann mit sampler "NameDeinesLoops" play_stop belegt werden. Damit lässt sich der Loop schnell ein- und ausschalten.

Sampler beim Songwechsel weiterlaufen lassen

Damit ein Sampler-Loop nicht stoppt, wenn ein Deck endet oder Automix zum nächsten Titel wechselt, wird die Option samplerStopOnDeckStop auf No beziehungsweise Falsch gestellt.

Der Drum-Loop bleibt mit aktivem SYNC am jeweils laufenden Titel ausgerichtet. Als schneller Neustart auf die Eins wird ein erneutes Starten des Loops genannt, beispielsweise über eine Taste mit sampler "MeinBeat" play.

Wellenform und Beatgrid kontrollieren

Im Sampler können die Mini-Wellenformen über Show Waveforms eingeblendet werden. Danach lässt sich beobachten, ob die Transienten des Songs und des synchronisierten Loops passend auf dem Beatgrid liegen.

Für eine größere Darstellung kann ein Sample auf ein freies Deck, zum Beispiel Deck 3 oder 4, gezogen werden. Dort steht eine große Wellenform zur Verfügung, während Deck 1 und 2 weiterhin für den eigentlichen Mix genutzt werden können.

Bei älteren Aufnahmen kann das Tempo leicht schwanken. Wenn Song und Loop sichtbar auseinanderlaufen, kann der Loop erneut auf den ersten Schlag gestartet werden.

Siren- und Airhorn-Samples auslösen

MP3- oder WAV-Dateien lassen sich per Drag & Drop auf freie Sampler-Slots ziehen. Als Abspielmodi werden Trigger für einmaliges Abspielen und Stutter für einen Neustart bei jedem Tastendruck genannt. Der Sample-Ausgang sollte auf den Master geroutet sein.

Unter Einstellungen → Controller → Keyboard kann für das erste Sample beispielsweise sampler 1 play_stutter hinterlegt werden. Weitere Slots werden entsprechend mit 2, 3 und so weiter angesprochen.

Passende Loop-Quellen und Suchbegriffe

In den Ausgangsnotizen werden unter anderem Looperman, SampleFocus, Cymatics und Wikiloops genannt. Als Suchbegriffe eignen sich beispielsweise Reggae Drum Loop, Dancehall Beat 90 BPM, Drum Loop 4/4 Clap, House Drum Loop oder Dancehall 4/4 Beat.

Für eigene Sets und Veröffentlichungen sollten nur Samples verwendet werden, für die die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen.