Home Assistant Dashboards sind die sichtbare Bedienoberfläche deines Smart Homes. Dort landen Schalter, Sensoren, Jalousien, Kameras, Energieanzeigen und eigene Schnellaktionen. Wer gerade erst mit Home Assistant beginnt, sieht meist Bereiche wie Übersicht, Karte und Energie. Diese Bereiche erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Die Übersicht ist dein Haupt-Dashboard
Die Übersicht ist normalerweise der zentrale Startpunkt. Hier zeigt Home Assistant automatisch Geräte und Entitäten an oder du gestaltest die Oberfläche selbst.
Typische Inhalte sind:
- Lampen und Schalter
- Jalousien und Rollläden
- Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren
- Steckdosen
- Heizung
- Skripte und Szenen
- Kameras
- Systeminformationen
Die Karte
Der Bereich Karte zeigt Standorte von Personen oder Geräten, sofern die entsprechenden Standortinformationen in Home Assistant vorhanden sind. Besonders in Verbindung mit der Home-Assistant-App auf dem Smartphone kann das für Anwesenheitserkennung interessant sein.
Die Karte ist aber kein Ersatz für das eigentliche Bedien-Dashboard. Sie ist eher eine spezielle Ansicht für geografische Informationen.
Das Energie-Dashboard
Der Bereich Energie ist für Strom-, Gas- und andere Verbrauchsdaten gedacht. Dort können geeignete Sensoren eingebunden werden, etwa:
- Stromverbrauch des Hauses
- Photovoltaik-Erzeugung
- Netzbezug und Einspeisung
- Batteriespeicher
- einzelne Verbraucher
Damit die Werte korrekt erscheinen, müssen die verwendeten Sensoren die von Home Assistant erwarteten Eigenschaften und Einheiten besitzen.
Wie öffne ich das Dashboard?
Im lokalen Netzwerk erreichst du Home Assistant normalerweise über den Browser oder die offizielle App. Häufig funktioniert:
http://homeassistant.local:8123
Alternativ nutzt du die lokale IP-Adresse des Home-Assistant-Servers mit Port 8123.
Home Assistant App auf dem Smartphone
Auf iPhone und Android ist die offizielle Home-Assistant-App besonders praktisch. Sie zeigt dieselben Dashboards wie der Browser, kann aber zusätzlich Sensoren des Smartphones bereitstellen und Push-Benachrichtigungen empfangen.
Eigenes Dashboard anlegen
Wenn die Übersicht zu voll wird, kannst du zusätzliche Dashboards anlegen. Sinnvolle Beispiele:
- Jalousien
- Licht
- Heizung
- Energie
- Sicherheit
- Systemstatus
- Schnellaktionen
Dadurch muss nicht jede Information auf einer einzigen Seite landen.
Ansichten innerhalb eines Dashboards
Ein Dashboard kann wiederum mehrere Ansichten besitzen. Du kannst also zum Beispiel ein Dashboard „Haus“ erstellen und darin Ansichten für Erdgeschoss, Obergeschoss und Außenbereich anlegen.
Diese Struktur ist oft übersichtlicher als sehr viele einzelne Dashboards.
Dashboard bearbeiten
Öffne das gewünschte Dashboard, klicke oben rechts auf die drei Punkte und wähle Dashboard bearbeiten. Danach lassen sich Karten hinzufügen, verschieben und konfigurieren.
Wenn Home Assistant die Übersicht bislang automatisch erzeugt hat, kann eine Meldung erscheinen, dass du die Kontrolle über das Dashboard übernehmen musst. Danach wird die Gestaltung manuell verwaltet.
Karten sind die Bausteine des Dashboards
Home Assistant baut Dashboards aus Karten auf. Häufig verwendete Kartentypen sind:
- Kachel
- Schaltfläche
- Entitäten
- Sensor
- Gauge
- Verlauf
- Media Control
- Bild
- Wetter
Welche Karte am besten passt, hängt davon ab, ob du etwas anzeigen, schalten oder direkt ausführen möchtest.
Kachel oder Schaltfläche?
Eine Kachel eignet sich gut für kompakte moderne Oberflächen. Eine Schaltfläche ist ideal, wenn eine einzelne Aktion klar und groß dargestellt werden soll.
Für Skripte und Szenen reicht oft ein einziger Button mit verständlichem Namen und Icon.
Mehrere Räume sinnvoll aufteilen
Wenn viele Geräte vorhanden sind, lohnt sich eine klare Struktur. Statt alle Lampen und Jalousien auf einer Seite zu sammeln, kannst du nach Räumen oder Funktionen trennen.
Beispiel:
- Ansicht „Wohnzimmer“
- Ansicht „Küche“
- Ansicht „Schlafzimmer“
- Ansicht „Außen“
Automatisch generierte Übersicht versus manuelle Gestaltung
Die automatische Übersicht ist praktisch zum Einstieg. Sobald du aber eigene Karten, Reihenfolgen und Bereiche möchtest, ist die manuelle Gestaltung sinnvoller.
Der Vorteil der manuellen Variante: Du entscheidest selbst, welche Informationen wirklich wichtig sind.
Dashboard für Smartphone optimieren
Auf kleinen Displays sollten Schaltflächen groß genug sein und wichtige Funktionen möglichst weit oben stehen. Sehr breite Tabellen oder komplexe Karten wirken auf dem Handy schnell unübersichtlich.
Es lohnt sich daher, das Dashboard sowohl am PC als auch auf dem Smartphone zu testen.
Unterschiedliche Dashboards für verschiedene Nutzer
Je nach Home-Assistant-Konfiguration kannst du bestimmte Dashboards nur für Administratoren sichtbar machen oder spezielle Ansichten für andere Nutzer erstellen.
Das ist sinnvoll, wenn zum Beispiel technische Einstellungen nicht auf dem Familien-Dashboard erscheinen sollen.
Dashboard im Browser aufrufen
Wenn du am PC arbeitest, ist der Browser oft angenehmer für die Bearbeitung. Im selben Netzwerk reicht normalerweise die lokale Adresse. Wenn diese nicht funktioniert, nutze die IP-Adresse des Home-Assistant-Geräts.
Von unterwegs auf Dashboards zugreifen
Für sicheren Fernzugriff gibt es mehrere Wege. Der bequemste ist Home Assistant Cloud über Nabu Casa. Alternativ können VPN- oder sauber konfigurierte Proxy-/Tunnel-Lösungen verwendet werden.
Das Dashboard sollte nicht einfach ungeschützt per Portfreigabe ins Internet gestellt werden.
Dashboard verschwunden?
Wenn ein Dashboard nicht mehr in der Seitenleiste erscheint, muss es nicht gelöscht sein. Prüfe unter den Dashboard-Einstellungen, ob es noch existiert und ob die Option zur Anzeige in der Seitenleiste aktiviert ist.
Karten funktionieren nach Änderungen nicht
Dann zuerst speichern und die Seite neu laden. Bei YAML-basierten Karten können Syntaxfehler dazu führen, dass eine Karte nicht dargestellt wird.
Wenn nur eine bestimmte Entität fehlt, kontrolliere, ob diese umbenannt oder deaktiviert wurde.
Entitäten sinnvoll benennen
Ein übersichtliches Dashboard beginnt mit verständlichen Entitätsnamen. Statt kryptischer Standardnamen sind Bezeichnungen wie „Jalousie Wohnzimmer“, „Temperatur Küche“ oder „Licht Terrasse“ deutlich hilfreicher.
System-Dashboard getrennt halten
Technische Informationen wie CPU-Last, Speicher, Backup-Status oder Netzwerkgeräte sollten besser in einer eigenen Administratoransicht liegen. So bleibt das alltägliche Bedien-Dashboard übersichtlich.
Eine sinnvolle Grundstruktur
Für viele Installationen funktioniert diese Aufteilung gut:
- Übersicht: wichtigste tägliche Funktionen
- Räume: Geräte nach Zimmern
- Jalousien: alle Covers und Szenen
- Energie: Verbrauch und Erzeugung
- System: technische Zustände
Fazit
Dashboards sind in Home Assistant weit mehr als eine hübsche Startseite. Mit mehreren Ansichten, passenden Karten und einer klaren Trennung nach Räumen oder Funktionen lässt sich auch eine große Installation übersichtlich bedienen. Für den Einstieg reicht die automatische Übersicht. Sobald mehr Geräte und Automationen hinzukommen, lohnt sich eine bewusst geplante Dashboard-Struktur.