Home Assistant: Add-ons in der Oberfläche finden und verwalten

Wer ältere Home-Assistant-Anleitungen liest, sucht häufig nach einem Menüpunkt namens Add-ons und findet ihn nicht. Das ist inzwischen kein Bedienfehler mehr: Seit Home Assistant 2026.2 wurden Add-ons offiziell in Apps umbenannt.

Im ursprünglichen Gemini-Chat lautete die Frage: Wo finde ich die Add-ons für Home Assistant in der GUI? Der Verlauf wurde anschließend länger, weil weder „Add-ons“ noch „SSH“ an der erwarteten Stelle auftauchten. Mit dem aktuellen Stand lässt sich das heute wesentlich klarer erklären.

Add-ons heißen seit 2026 Apps

Home Assistant hat die Bezeichnung im Februar 2026 geändert. In der aktuellen Oberfläche findest du den Bereich deshalb unter:

Einstellungen → Apps

Die offizielle Dokumentation beschreibt Apps als eigenständige Programme, die neben Home Assistant laufen. Beispiele sind:

  • MQTT-Broker
  • Datei-Editoren
  • Datenbanken
  • Medienserver
  • Netzwerkdienste
  • Terminal-/SSH-Werkzeuge

Apps und Integrationen sind nicht dasselbe

Diese Unterscheidung war einer der Gründe für die Umbenennung. Früher klangen „Add-on“ und „Integration“ für neue Nutzer sehr ähnlich.

Apps sind eigenständige Programme, die neben Home Assistant laufen. Integrationen verbinden Home Assistant dagegen mit Geräten oder Diensten.

Beispiel MQTT:

  • Die Mosquitto-App kann den MQTT-Broker bereitstellen.
  • Die MQTT-Integration verbindet Home Assistant mit diesem Broker.

Das sind zwei unterschiedliche Ebenen.

Wo finde ich den App Store?

Auf einem unterstützten System gehst du zu:

Einstellungen → Apps → App installieren

Dort findest du die verfügbaren Apps zusammen mit Beschreibung, Konfiguration und Installationsmöglichkeiten.

Warum fehlt „Apps“ komplett?

Der wichtigste Punkt aus dem ursprünglichen Chat: Apps gibt es nur bei Home Assistant OS. Die aktuelle offizielle Dokumentation bestätigt das ausdrücklich.

Wenn du Home Assistant als Container oder in einer anderen Installationsform betreibst, gibt es den eingebauten App Store nicht. Dann müssen zusätzliche Dienste außerhalb von Home Assistant installiert und verwaltet werden.

Installationstyp prüfen

Wenn du unsicher bist, welche Variante du verwendest, prüfe unter Einstellungen → System → Reparaturen/Informationen beziehungsweise in den Systeminformationen den Installationstyp.

Typische Varianten sind:

  • Home Assistant OS
  • Home Assistant Container

Für Apps ist Home Assistant OS die relevante Variante.

Warum finde ich Terminal & SSH nicht?

Im alten Chat wurde anschließend nach SSH gesucht. Wenn der App Store vorhanden ist, solltest du dort nach Begriffen wie Terminal oder SSH suchen.

Falls du gar keinen Bereich Apps siehst, bringt die Suche nach SSH innerhalb von Home Assistant nichts – dann nutzt du wahrscheinlich eine Installationsform ohne App-Unterstützung.

Erweiterter Modus: was bringt er?

Ältere Anleitungen empfehlen häufig, im Benutzerprofil den Erweiterten Modus zu aktivieren. Diese Einstellung kann zusätzliche technische Optionen sichtbar machen, löst aber kein grundsätzliches Installationsproblem.

Wenn dein Home Assistant keine Apps unterstützt, erscheint der App Store nicht allein dadurch, dass du den erweiterten Modus einschaltest.

HACS ist keine Home-Assistant-App

Hier entstand im ursprünglichen Verlauf viel Verwirrung. HACS – der Home Assistant Community Store – ist nicht einfach eine normale App aus dem Home-Assistant-App-Store.

HACS dient dazu, Community-Erweiterungen wie:

  • Custom Integrations
  • Frontend-Komponenten
  • Dashboard-Karten
  • weitere Community-Ressourcen

zu verwalten.

Eine über HACS installierte Integration taucht anschließend normalerweise unter Einstellungen → Geräte & Dienste auf, nicht unter Apps.

Beispiel CHMI Alerts

Im selben alten Gespräch sollte eine CHMI-Wetterintegration eingerichtet werden. Dafür war HACS relevant. Nach dem Download über HACS musste Home Assistant neu gestartet und die Integration anschließend über Geräte & Dienste → Integration hinzufügen eingerichtet werden.

Das verdeutlicht die Trennung:

  • HACS liefert die Community-Integration.
  • Geräte & Dienste konfiguriert die Integration.
  • Apps spielen dabei nicht zwingend eine Rolle.

Warum ältere Tutorials verwirrend sind

Home Assistant entwickelt sich schnell. Ein Tutorial kann heute noch technisch korrekt sein, aber veraltete Menübegriffe verwenden.

Seit 2026 solltest du beim Lesen älterer Anleitungen gedanklich übersetzen:

  • Add-onsApps
  • Add-on StoreApp Store

Die eigentliche Funktion ist grundsätzlich dieselbe geblieben: zusätzliche eigenständige Software neben Home Assistant betreiben.

Apps nur installieren, wenn du sie wirklich brauchst

Die offizielle Home-Assistant-Dokumentation weist darauf hin, dass Apps Speicher, RAM und Prozessorleistung benötigen. Deshalb sollte nicht jedes interessante Tool testweise dauerhaft installiert werden.

Vor der Installation lohnt sich die Frage:

  • Brauche ich wirklich einen zusätzlichen Dienst?
  • Gibt es bereits eine normale Integration?
  • Läuft derselbe Dienst bereits auf NAS, Docker-Host oder Router?
  • Benötigt Home Assistant direkten Zugriff darauf?

Terminal-App oder externes Terminal?

Wenn du Home Assistant OS nutzt, ist eine Terminal-/SSH-App bequem, weil du direkt auf die Home-Assistant-Umgebung zugreifen kannst.

Bei Home Assistant Container ist der Ansatz anders: Dort arbeitest du normalerweise über das Terminal des Docker-Hosts beziehungsweise NAS. Das war im alten Gemini-Chat zwar grundsätzlich erkannt worden, aber die damalige Erklärung vermischte mehrere Installationsarten.

Wann brauchst du überhaupt SSH?

Viele Aufgaben lassen sich heute vollständig über die Oberfläche erledigen. SSH ist vor allem sinnvoll für:

  • Fehlerdiagnose
  • Dateizugriff
  • manuelle Community-Installationen
  • fortgeschrittene Konfigurationsarbeiten
  • Log- und Dateiprüfung

Für normale Geräteintegrationen sollte SSH nicht der erste Weg sein.

Wenn eine Anleitung „Supervisor“ erwähnt

Ältere Home-Assistant-Anleitungen sprechen häufig vom Supervisor und dessen Add-on-Bereich. Die heutige Benutzeroberfläche präsentiert diese Funktionen stärker integriert. Wenn du Home Assistant OS verwendest, findest du die Apps direkt in den Einstellungen.

Praktische Fehlersuche: App Store fehlt

  1. Unter Einstellungen prüfen, ob Apps vorhanden ist.
  2. Wenn nein: Installationstyp kontrollieren.
  3. Bei Home Assistant Container keine Zeit mit der Suche nach dem App Store verschwenden.
  4. Bei Home Assistant OS Browser neu laden und Systemversion prüfen.
  5. Danach im App Store nach dem konkreten Tool suchen.

Praktische Fehlersuche: Community-Integration fehlt

Wenn nicht eine App, sondern eine HACS-Integration fehlt, ist der Ablauf anders:

  1. HACS öffnen.
  2. Prüfen, ob die Integration installiert ist.
  3. Home Assistant neu starten.
  4. Unter Geräte & Dienste nach der Integration suchen.
  5. Protokolle kontrollieren, falls sie nicht geladen wird.

Fazit

Wenn du in aktuellen Home-Assistant-Versionen nach „Add-ons“ suchst, findest du den Begriff möglicherweise nicht mehr, weil sie seit 2026 offiziell Apps heißen. Der Bereich befindet sich unter Einstellungen → Apps und ist nur bei Home Assistant OS verfügbar. HACS und normale Integrationen sind davon getrennt. Wer diese drei Ebenen auseinanderhält – Apps, Integrationen und HACS – findet sich in der Oberfläche deutlich schneller zurecht.