Mein Dell Latitude 7390 ist kompakt, robust und mit seinem 13,3-Zoll-Display genau die richtige Größe für mobiles Arbeiten. Die Frage ist deshalb nicht einfach: Welches aktuelle Dell-Modell ersetzt ihn, ohne deutlich größer zu werden?
Der naheliegende Kandidat ist der Dell Latitude 7350. Entscheidend ist dabei: Er hat ebenfalls 13,3 Zoll, nutzt aber ein moderneres 16:10-Format. Dadurch ist das Display höher, obwohl das Gerät insgesamt nicht größer ausfällt.
Latitude 7390 und 7350 im direkten Vergleich
| Merkmal | Dell Latitude 7390 | Dell Latitude 7350 |
|---|---|---|
| Generation | ca. 2018 | 2024 |
| Displaygröße | 13,3 Zoll | 13,3 Zoll |
| Seitenverhältnis | 16:9 | 16:10 |
| Standardauflösung | 1920 × 1080 Pixel | 1920 × 1200 Pixel |
| Aktive Displayfläche | ca. 293,47 × 165,08 mm | ca. 286 × 179 mm |
| Bildwiederholrate | 60 Hz | 60 Hz |
| Helligkeit | typisch 300 Nits | je nach Panel 250, 300, 400 oder 500 Nits |
| Farbraum | je nach Variante | bis 100 % sRGB |
| Gehäusebreite | 304,8 mm | 299 mm |
| Gehäusetiefe | 207,95 mm | ca. 213 mm |
| Höhe | ca. 16,3–16,9 mm | ca. 16,4–17,8 mm |
| Startgewicht | ca. 1,17 kg | ab ca. 0,99 kg Ultralight / ca. 1,15 kg Mainstream |
| Prozessoren | Intel Core 7./8. Generation | Intel Core Ultra |
| Arbeitsspeicher | bis 16 GB DDR4 | moderne Konfigurationen mit 16 oder 32 GB sinnvoll |
Ist der Latitude 7350 größer?
Nein – jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Der 7350 ist sogar rund 6 mm schmaler als der alte 7390. Er ist allerdings etwa 5 mm tiefer. Das liegt vor allem am anderen Displayformat.
Das alte 13,3-Zoll-Panel des 7390 hat das klassische Breitbildformat 16:9. Beim 7350 kommt 16:10 zum Einsatz. Deshalb ist die sichtbare Fläche etwas schmaler, dafür deutlich höher. Gerade bei Browsern, ChatGPT, WordPress, E-Mails und Dokumenten ist die zusätzliche Höhe angenehm, weil mehr Inhalt untereinander sichtbar bleibt.
Das Display des Latitude 7390
Beim normalen Latitude 7390 setzte Dell auf ein 13,3-Zoll-Full-HD-Panel mit 1920 × 1080 Pixeln. Dell nennt für die verbreiteten Touch- und Non-Touch-Varianten 300 Nits Helligkeit, 60 Hz und eine aktive Fläche von 293,47 × 165,08 mm.
Damit ist das Display bis heute brauchbar. Der Nachteil gegenüber neueren Business-Notebooks ist vor allem das 16:9-Format: Bei produktiver Arbeit fehlt etwas Höhe.
Das Display des Latitude 7350
Der Latitude 7350 bleibt bei 13,3 Zoll, bietet aber standardmäßig 1920 × 1200 Pixel im 16:10-Format. Dell bietet unterschiedliche Panels an: von 250 bis 500 Nits, teilweise mit Touch und bei höherwertigen Varianten mit 100 % sRGB. Es existiert außerdem eine Variante mit 2560 × 1600 Pixeln.
Für den Alltag würde ich nicht automatisch das höchstauflösende Panel wählen. Bei 13,3 Zoll reichen 1920 × 1200 Pixel sehr gut aus. Wichtiger sind eine ordentliche Helligkeit und gute Farbdarstellung.
Welche Konfiguration würde ich wählen?
Wenn der 7350 den 7390 wirklich ersetzen soll, würde ich folgende Ausstattung bevorzugen:
- Dell Latitude 7350 als normales Notebook, nicht als Detachable.
- 13,3 Zoll, 1920 × 1200 Pixel, 16:10.
- Wenn möglich das 400-Nits-Panel mit 100 % sRGB.
- 32 GB RAM, wenn häufig viele Browser-Tabs, ChatGPT, WordPress und weitere Programme gleichzeitig laufen.
- 512 GB SSD oder mehr.
- Ein sparsamer Intel-Core-Ultra-Prozessor ist für diese Art von Arbeit sinnvoller als maximale Spitzenleistung.
Fazit: sinnvoller Wechsel ohne echte Größensteigerung
Der Latitude 7350 ist für mich ein sehr schlüssiger Nachfolger des Latitude 7390. Die Bildschirmdiagonale bleibt mit 13,3 Zoll identisch. Gleichzeitig bekommt man durch 16:10 mehr nutzbare Höhe, eine höhere vertikale Auflösung und eine deutlich modernere Plattform.
Besonders interessant: Das neue Gerät wird nicht einfach größer. Es ist schmaler als der 7390 und je nach Ausführung sogar leichter. Lediglich die Tiefe nimmt leicht zu.
Wer also gerade die kompakte Größe des Latitude 7390 behalten möchte, aber einen deutlich moderneren Rechner sucht, kann den Latitude 7350 sehr gut als direkten Nachfolger betrachten.
Wie sich die Entscheidung durch viele Chrome- und ChatGPT-Fenster verändert
Bei der Suche nach einem Nachfolger für den Latitude 7390 war zunächst die Größe entscheidend: möglichst wieder 13 bis 13,3 Zoll, kein Touch und gern ein Core i7. Beim genaueren Blick auf den tatsächlichen Arbeitsalltag verschiebt sich die Priorität aber deutlich. Wer viele Chrome-Fenster und zahlreiche ChatGPT-Tabs parallel offen hält, braucht nicht nur eine schnelle CPU, sondern vor allem ausreichend Arbeitsspeicher.
Damit wird der Arbeitsspeicher zu einem der wichtigsten Auswahlkriterien. 8 GB sind für dieses Nutzungsmuster zu knapp. 16 GB funktionieren, können aber bei sehr vielen parallelen Browser-Prozessen zum Engpass werden. 32 GB bieten deutlich mehr Reserve und sind für einen Rechner, der mehrere Jahre genutzt werden soll, wesentlich attraktiver.
Warum der Latitude 5330 trotzdem interessant bleibt
Der Dell Latitude 5330 mit Core i5-1245U ist technisch ein sehr guter Schritt nach vorn. Der Prozessor der 12. Generation besitzt 10 Kerne und eignet sich deutlich besser für viele parallele Prozesse als ältere Vierkern-i7-Modelle. Genau deshalb ist ein neuerer i5 für diesen Einsatzzweck oft sinnvoller als ein älterer i7.
Der entscheidende Nachteil ist jedoch der verlötete Arbeitsspeicher. Dell bietet den Latitude 5330 zwar ab Werk auch mit 32 GB an, der Speicher ist aber nicht aufrüstbar. Ein gebrauchtes Exemplar mit 16 GB bleibt also dauerhaft bei 16 GB. Das macht die konkrete Ausstattung beim Kauf besonders wichtig.
HP EliteBook 640 G9 als überraschend starke Alternative
Bei der Suche nach einem gebrauchten Business-Notebook mit 32 GB RAM fällt deshalb das HP EliteBook 640 G9 auf. Es nutzt ebenfalls den Intel Core i5-1245U der 12. Generation, wird bei ESM aber mit 32 GB RAM und 500-GB-NVMe-SSD angeboten.
Für viele Chrome- und ChatGPT-Fenster ist das ein erheblicher Vorteil. Noch wichtiger: HP verwendet beim EliteBook 640 G9 zwei zugängliche DDR4-SO-DIMM-Steckplätze. Der Speicher kann später auf bis zu 64 GB erweitert werden. Damit ist das Gerät wesentlich flexibler als ein Latitude 5330 mit verlötetem RAM.
| Merkmal | Latitude 5330 | HP EliteBook 640 G9 |
|---|---|---|
| Prozessor | Core i5-1245U | Core i5-1245U |
| Generation | 12. Intel-Generation | 12. Intel-Generation |
| Display | 13,3 Zoll | 14,0 Zoll |
| Arbeitsspeicher | je nach Konfiguration bis 32 GB ab Werk | 32 GB beim betrachteten ESM-Angebot |
| RAM aufrüstbar | nein, verlötet | ja, 2 SO-DIMM-Steckplätze |
| Maximaler RAM | 32 GB | 64 GB |
| SSD | je nach Angebot | 500 GB beim betrachteten Angebot |
| Touch | je nach Variante | beim betrachteten Angebot kein Touch |
| Eignung für viele Chrome-/ChatGPT-Fenster | gut mit 16 GB, sehr gut mit 32 GB | sehr gut mit 32 GB, zusätzlich aufrüstbar |
Die neue Prioritätenliste
Aus der Suche ergibt sich deshalb eine andere Reihenfolge als am Anfang. Für diesen konkreten Arbeitsstil würde ich heute zuerst auf 32 GB RAM oder echte Aufrüstbarkeit achten, danach auf eine moderne CPU der 12. Generation oder neuer. Erst danach kommen i7-Label und die Frage, ob das Display 13,3 oder 14 Zoll groß ist.
Ein Core i7 allein ist kein Garant für die bessere Wahl. Ein älterer i7 der 11. Generation kann bei starkem Multitasking weniger attraktiv sein als ein Core i5-1245U der 12. Generation mit mehr Kernen und deutlich mehr Arbeitsspeicher.
Aktuelles Fazit
Wenn die kompakte 13,3-Zoll-Größe absolute Priorität hat, bleibt der Latitude 5330 interessant – idealerweise aber direkt mit 32 GB ab Werk. Wenn 14 Zoll akzeptabel sind, ist das HP EliteBook 640 G9 mit 32 GB RAM und aufrüstbarem Speicher für viele Chrome- und ChatGPT-Fenster die langfristig flexiblere Lösung.
Damit hat sich die ursprüngliche Suche nach einem reinen Latitude-7390-Nachfolger zu einer wichtigeren Erkenntnis entwickelt: Für browserlastige Arbeit mit vielen parallelen ChatGPT-Sitzungen ist ausreichend RAM wichtiger als das i7-Label.
Quellen zur RAM-Ausstattung
- Dell: Latitude 5330 – Arbeitsspeicher
- HP: EliteBook 640 G9 – technische Daten und Arbeitsspeicher
- ESM: HP EliteBook 640 G9, 32 GB / 500 GB