AVI in MP4 umwandeln: HandBrake-Einstellungen für LG-TVs

Du möchtest AVI in MP4 umwandeln, weil ältere Filme auf deinem LG-Fernseher nicht mehr laufen? Die Sammlung liegt in vielen Unterordnern, und du weißt nicht, welche Filme SD oder HD sind? Für den ersten Versuch brauchst du keine Bestandsaufnahme jeder Auflösung. Hier findest du eine gemeinsame HandBrake-Testvorlage für ältere Filme unter Windows – ohne künstliche Vergrößerung auf Full HD oder 4K.

Die Testvorlage: MP4, H.265 (x265), konstante Qualität RF 22, Encoder-Preset Medium, ursprüngliche Auflösung und Bildrate beibehalten. Beim ersten Wiedergabetest verwenden wir AAC-Stereoton. Erst nach erfolgreichen Tests am Fernseher sollte die große Sammlung folgen.

Warum spielt der LG-Fernseher manche AVI-Filme nicht ab?

AVI bezeichnet den Container, also die Dateihülle. Darin können unterschiedliche Bild- und Tonverfahren stecken. LG nennt auch für webOS 25 noch unterstützte AVI-Varianten, zugleich aber Einschränkungen bei bestimmten Kodierungsverfahren. Eine nicht abspielbare AVI-Datei bedeutet daher nicht, dass der Fernseher grundsätzlich kein AVI mehr versteht. Nur die Dateiendung in .mp4 umzubenennen, wandelt den Inhalt nicht um. Maßgeblich sind das genaue TV-Modell und die unterstützten Codecs. Quelle: LG: Audio- und Videoformate unter webOS TV 25.

Welches Zielformat passt zu einem LG-TV von 2025?

Für den beschriebenen Einsatzzweck ist MP4 mit H.265/HEVC und AAC ein sinnvoller Ausgangspunkt. LG führt diese Kombination für webOS 25 auf. Die Plattformdokumentation ist allerdings keine Garantie für jede Datei auf jedem Gerät: Auch Auflösung, Bildrate, Profil und Wiedergabeweg spielen eine Rolle. Deshalb immer am eigenen Fernseher und über den später verwendeten USB- oder Netzwerkweg testen. Quelle: LG-Formatspezifikation und Wiedergabegrenzen.

Diese Vorlage ist für ältere, gewöhnliche SDR-Filme gedacht. HDR-Material, ungewöhnlich hohe Bildraten oder besonders aufwendige Mehrkanal- und Untertitelbestände sollten gesondert geprüft werden. Der Begriff „einheitlich“ bedeutet hier: eine gemeinsame Video-Testeinstellung – nicht blind alle vorhandenen Spuren verwerfen.

HandBrake unter Windows: eine Einstellung für SD und HD

Lade HandBrake von der offiziellen Downloadseite herunter. Öffne zunächst einen einzelnen Film und stelle die folgenden Werte ein. Die Bezeichnungen können je nach Sprache und Programmversion leicht abweichen.

EinstellungWert für den ersten Test
DateiformatMP4
Video-EncoderH.265 (x265), normale 8-Bit-Variante
QualitätsverfahrenKonstante Qualität, RF 22
Encoder-PresetMedium
Auflösungsbegrenzung / Resolution LimitKeine / None
Hochskalieren / Allow UpscalingAus
AnamorphAutomatisch
Beschnitt / CroppingKeiner; alternativ benutzerdefiniert, alle vier Werte 0
Bildrate / FramerateWie Quelle / Same as Source
BildratenmodusVariable Framerate / VFR
Ton für den WiedergabetestAAC, 160 kbit/s, Stereo
ZielNeue Datei in einem getrennten Ausgabeordner

Warum RF 22? HandBrake nennt für x265 bei SD RF 18–22, bei 720p RF 19–23 und bei 1080p RF 20–24 als empfohlene Bereiche. RF 22 liegt in allen drei Bereichen und ist deshalb ein brauchbarer gemeinsamer Startwert. Das ist keine Zusage, dass jeder Film damit gleich gut aussieht. Quelle: HandBrake: Qualität einstellen.

Ohne Hochskalierung und ohne Auflösungsbegrenzung wird aus einem kleinen Film nicht automatisch eine 4K-Datei. „Anamorph: Automatisch“ berücksichtigt das Seitenverhältnis. Der ausgeschaltete Beschnitt bewahrt vorsichtshalber auch vorhandene Bildränder und schwarze Balken; die automatische Erkennung kann sich gelegentlich irren. Quelle: HandBrake: Bildgröße, Beschnitt und Hochskalierung.

„Wie Quelle“ zusammen mit „Variable Framerate“ vermeidet eine pauschale Umrechnung auf beispielsweise 30 oder 60 Bilder pro Sekunde. Bei Quellen mit extrem hohen Bildraten kann dadurch allerdings eine Gerätebegrenzung überschritten werden. Quelle: HandBrake: Bildraten.

Speichere diese Einstellungen anschließend als eigene Vorlage, etwa „LG – Filme RF22“. Kontrolliere beim nächsten geöffneten Film nochmals die Ausgabeabmessungen sowie die gewählten Ton- und Untertitelspuren.

Bleiben die MP4-Dateien ungefähr so groß wie die Originale?

RF 22 steuert die Qualität, nicht die Dateigröße. Je nach Film kann das Ergebnis kleiner oder größer ausfallen. Körniges Material benötigt beispielsweise mehr Daten, um seine Details zu erhalten. Auch die Umwandlung mit dieser Vorlage ist nicht verlustfrei. Eine feste Zusage wie „höchstens so groß wie die AVI-Datei“ lässt sich daraus nicht ableiten. Quelle: HandBrake: konstante Qualität und durchschnittliche Bitrate.

Ist eine Testdatei zu groß, kannst du denselben Ausgangsfilm beispielsweise mit RF 23 erneut testen und die Qualität vergleichen. Bei x265 bedeutet eine höhere RF-Zahl stärkere Komprimierung und normalerweise weniger Details. Ist das Bild zu schwach, teste stattdessen RF 21. Erneute Tests immer vom Original aus starten, nicht vom bereits umgewandelten MP4. Quelle zur RF-Skala: HandBrake: Qualitätsregler.

Ist eine bestimmte Zielgröße wichtiger als eine gleichmäßige Qualität, kommt die durchschnittliche Bitrate mit mehreren Durchgängen infrage. Die passende Bitrate muss anhand von Laufzeit, gewünschter Größe und Tonspuren pro Film geplant werden. Eine feste Bitrate für sämtliche Filme ist dafür kein sinnvoller Ersatz. Quelle: HandBrake: Average Bitrate.

Tonspuren und Untertitel nicht versehentlich verlieren

AAC-Stereo ist hier die einfache Testeinstellung, keine pauschale Archivierungsregel. Vorhandener 5.1-Ton würde dabei auf zwei Kanäle reduziert. Für die endgültige Sammlung sollte vorhandenes AC3/Dolby Digital nach Möglichkeit über „AC3 Passthru“ erhalten bleiben. Passthru kopiert diese Tonspur unverändert; es bedeutet nicht, dass das Bild ebenfalls unverändert bleibt. Quelle: HandBrake: Tonformate und Passthru.

Kontrolliere außerdem, dass alle gewünschten Sprachfassungen ausgewählt sind. Bei Untertiteln unterscheiden sich Text- und Bildformate sowie die Möglichkeiten der Ausgabecontainer. Fest eingebrannte Untertitel lassen sich später nicht ausschalten. Vor einer Stapelverarbeitung deshalb ausdrücklich prüfen, welche Spuren erhalten bleiben sollen. Quelle: HandBrake: Untertitel.

Zuerst drei Filme am Fernseher testen

1. Unterschiedliche Vorlagen wählen. Nimm drei Filme aus verschiedenen Unterordnern: einen älteren kleinen Film, einen mit viel Bewegung und möglichst einen mit mehreren Sprach- oder Untertitelspuren. Verwende zunächst überall dieselbe Videoeinstellung.

2. Neue Dateien getrennt speichern. Lege einen eigenen Testordner an. Die ursprünglichen AVI-Dateien bleiben unverändert erhalten. Vermeide gleiche Ausgabedateinamen, die sich gegenseitig überschreiben könnten.

3. Den tatsächlichen Wiedergabeweg prüfen. Spiele die fertigen Dateien am LG ab, nicht nur am Computer. Prüfe Bild, Seitenverhältnis, Ton, Lippenbewegungen, Vor- und Zurückspulen sowie gegebenenfalls Sprachwahl und Untertitel. Vergleiche anschließend die vollständigen Dateigrößen mit den Originalen.

Viele Unterordner: Was HandBrake automatisch erledigt – und was nicht

HandBrake kann mehrere Filme in eine Warteschlange aufnehmen und nacheinander umwandeln. Der normale Ordnerimport durchsucht jedoch keine weiteren Unterordner. Nur den obersten Sammelordner zu öffnen, erfasst daher nicht automatisch die gesamte Sammlung. Quelle: HandBrake: Warteschlange und Ordnerimport.

Ohne zusätzliche Automatisierung öffnest du die einzelnen Filmordner nacheinander und ergänzt ihre Filme in der Warteschlange. Stelle vorher unter den Einstellungen für Ausgabedateien einen Zielpfad und automatische, eindeutige Dateinamen ein. Gerade bei gleichnamigen Filmen aus verschiedenen Unterordnern solltest du die Zielnamen kontrollieren. Quelle: HandBrake: mehrere Aufträge hinzufügen.

Für eine große verschachtelte Sammlung empfiehlt sich nach dem erfolgreichen Test ein gesonderter rekursiver Stapelablauf, der Unterordner durchsucht, die Ordnerstruktur im Ziel erhält, bestehende Ausgaben nicht überschreibt und Fehler protokolliert. Das ist eine zusätzliche Automatisierung – keine Wirkung der gespeicherten HandBrake-Vorlage allein.

Fazit: Erst eine Vorlage testen, dann AVI in MP4 umwandeln

Du musst nicht vorab wissen, welche älteren Filme SD oder HD sind. Beginne mit der gemeinsamen Video-Testvorlage und drei unterschiedlichen Originalen. Erst wenn Wiedergabe, Bildqualität, Tonspuren und Dateigrößen passen, folgt die große Warteschlange. Die Originale bleiben bis zur erfolgreichen Kontrolle erhalten.

Stand: 8. Oktober 2026. Die Einstellungen sind eine Testempfehlung für den beschriebenen Einsatzzweck, keine bestätigte Messung oder Wiedergabeprüfung an einem konkreten LG-Modell.