Synology Drive: „Remote-Ordner deaktiviert oder nicht verfügbar“ beheben

Die Meldung „Der freigegebene Remote-Ordner von Synology Drive Server ist deaktiviert oder nicht vorhanden“ bedeutet meist nicht, dass die gesamte Synology defekt ist. In der Regel hat die ShareSync- oder Drive-Verbindung den Bezug zu einem Remote-Team-Ordner verloren. Die häufigsten Ursachen sind ein deaktivierter Team-Ordner, geänderte Rechte oder eine inkonsistente Verbindung zwischen Quell- und Ziel-NAS.

1. Auf dem Quell-NAS die Drive Admin Console öffnen

Der wichtigste erste Prüfpunkt liegt auf dem Server, der den betreffenden Ordner bereitstellt. Öffne dort die Synology Drive Admin Console und gehe zu Team-Ordner.

Der betroffene gemeinsame Ordner muss dort als aktiviert angezeigt werden. Ein normaler DSM-Freigabeordner reicht für Drive ShareSync nicht aus, wenn er nicht gleichzeitig als Team-Ordner aktiviert ist.

2. Ist der Team-Ordner deaktiviert?

Wenn er deaktiviert wurde, kann eine bestehende ShareSync-Aufgabe diesen Remote-Pfad nicht mehr erreichen. Aktiviere den Ordner wieder und warte, bis Drive den Status aktualisiert hat.

Danach ShareSync auf dem Ziel-NAS erneut öffnen und prüfen, ob die Verbindung den Ordner wieder erkennt.

3. Wurde der freigegebene Ordner umbenannt oder gelöscht?

Auch eine Änderung außerhalb von Drive kann die Aufgabe ungültig machen. Prüfe unter Systemsteuerung → Gemeinsamer Ordner, ob der ursprüngliche Ordner noch existiert und denselben Namen beziehungsweise Pfad verwendet.

Wenn ein Ordner gelöscht und später unter einem ähnlichen Namen neu angelegt wurde, betrachtet ShareSync ihn nicht automatisch als denselben Remote-Ordner.

4. Berechtigungen des ShareSync-Benutzers prüfen

Der Account, mit dem sich das Ziel-NAS am Quell-NAS anmeldet, braucht weiterhin Zugriff auf den Ordner.

Kontrolliere:

  • Freigabeberechtigungen des gemeinsamen Ordners,
  • Gruppenrechte,
  • Anwendungsberechtigung für Synology Drive,
  • eventuelle explizite Verweigerungen.

Eine einzelne „Verweigern“-Regel kann eine allgemein erlaubende Gruppenberechtigung übersteuern.

5. ShareSync auf dem Ziel-NAS kontrollieren

Öffne auf dem Ziel-NAS Synology Drive ShareSync. Prüfe dort die bestehende Verbindung zum Quell-NAS und den betroffenen synchronisierten Ordner.

Wenn ein rotes Warnsymbol angezeigt wird, öffne die Details. Die konkrete Meldung hilft zu unterscheiden, ob Remote-Ordner, Anmeldung oder Netzwerk betroffen sind.

6. Quell- und Zielrolle nicht verwechseln

Die Drive Admin Console zeigt immer die Team-Ordner des lokalen NAS. Wenn die Fehlermeldung auf dem Ziel-NAS erscheint, musst du den Remote-Team-Ordner trotzdem auf dem Quell-NAS prüfen.

Das Ziel-NAS verwaltet die Verbindung über ShareSync.

7. Server erreichbar?

Bevor die Aufgabe neu angelegt wird, kontrolliere, ob das Quell-NAS grundsätzlich erreichbar ist:

  • DSM-Weboberfläche erreichbar?
  • Drive Server läuft?
  • QuickConnect, Domain oder IP korrekt?
  • DNS-Auflösung funktioniert?
  • Firewall blockiert die Verbindung nicht?

Wenn bereits die Serververbindung gestört ist, ist die Team-Ordner-Meldung nur ein Folgefehler.

8. Passwort oder Benutzer geändert?

Wenn das Kennwort des verwendeten Drive-Benutzers geändert wurde, kann die bestehende ShareSync-Aufgabe erneut nach Zugangsdaten verlangen. Gleiches gilt, wenn der Benutzer deaktiviert oder gelöscht wurde.

Bei einem reinen Authentifizierungsproblem sollte nicht der Team-Ordner neu erstellt werden.

9. Versionskompatibilität prüfen

Sehr unterschiedliche DSM- oder Synology-Drive-Versionen können zusätzliche Probleme verursachen. Es wäre jedoch zu pauschal, jede Meldung sofort auf eine alte DSM-Version zu schieben.

Zuerst Team-Ordner, Rechte und Verbindung prüfen. Wenn diese korrekt sind, anschließend kontrollieren, ob Synology Drive Server und ShareSync auf beiden Systemen in einer zueinander unterstützten Version laufen.

10. Pakete aktualisieren

Prüfe im Paket-Zentrum auf beiden NAS, ob Updates für Synology Drive Server beziehungsweise ShareSync verfügbar sind. Aktualisiere nicht blind mitten in einer kritischen Synchronisierung, sondern sichere wichtige Daten vorher.

11. Team-Ordner kurz deaktivieren und aktivieren?

Das sollte nicht der erste Versuch sein. Eine Deaktivierung kann aktive Drive-Funktionen unterbrechen. Wenn der Ordner bereits korrekt aktiv ist, sollten zunächst Rechte, Logs und Verbindung geprüft werden.

Nur wenn die Drive Admin Console selbst einen fehlerhaften Zustand zeigt und ein Backup vorhanden ist, kann ein bewusstes Neuaktivieren sinnvoll sein.

12. ShareSync-Aufgabe nicht vorschnell löschen

Eine große Synchronisierungsaufgabe komplett zu löschen und neu anzulegen kann einen erneuten Vergleich sehr großer Datenbestände auslösen. Bei falscher Richtungswahl entstehen zusätzliche Risiken.

Deshalb die bestehende Aufgabe möglichst reparieren.

13. Prüfen, ob nur ein Ordner betroffen ist

Wenn mehrere Team-Ordner über dieselbe Serververbindung synchronisiert werden und nur einer fehlschlägt, spricht vieles für ein Problem mit genau diesem Team-Ordner oder seinen Rechten.

Wenn dagegen alle Ordner gleichzeitig ausfallen, sind Verbindung, Benutzerkonto oder Drive Server wahrscheinlicher.

14. Protokolle nutzen

Synology Drive Server und DSM-Protokolle können zusätzliche Hinweise liefern. Suche nach Einträgen zum Zeitpunkt des Fehlers, insbesondere zu Berechtigungen, Verbindungsabbrüchen oder deaktivierten Team-Ordnern.

Ein Log-Eintrag ist hilfreicher als pauschal Dienste neu zu starten.

15. Gemeinsamer Ordner existiert, aber Team-Ordner fehlt

Dann wurde möglicherweise Synology Drive Server neu installiert, die Team-Ordner-Konfiguration geändert oder der Ordner bisher nie als Team-Ordner aktiviert. Aktiviere ihn in der Drive Admin Console und prüfe danach die ShareSync-Aufgabe.

16. Lokaler Zielordner auf dem Ziel-NAS prüfen

Die Meldung nennt zwar den Remote-Ordner, trotzdem sollte auch der lokale Zielpfad vorhanden und beschreibbar sein. Ein beschädigter oder nicht verfügbarer lokaler Volume-Pfad kann zusätzliche Fehler erzeugen.

17. Speicherplatz kontrollieren

Ist das Zielvolume voll, kann die Synchronisierung ebenfalls stoppen. Das erklärt nicht allein die Meldung „Remote-Ordner deaktiviert“, sollte aber bei einer gestörten Aufgabe mitgeprüft werden.

18. Wenn der Remote-Ordner bewusst entfernt wurde

Dann muss die alte ShareSync-Aufgabe angepasst oder entfernt werden. Eine Aufgabe kann nicht dauerhaft auf einen Team-Ordner zeigen, der nicht mehr existiert.

Wenn ein neuer Ersatzordner verwendet werden soll, diesen als Team-Ordner aktivieren und bewusst als neue Sync-Zuordnung einrichten.

19. Alternative Shared Folder Sync nicht voreilig einsetzen

DSM besitzt zusätzlich die Funktion „Synchronisierung gemeinsamer Ordner“. Sie ist eine andere Technik als Drive ShareSync. Ein funktionierendes Drive-Konzept sollte nicht nur wegen einer reparierbaren Team-Ordner-Meldung komplett ersetzt werden.

20. Empfohlene Diagnose-Reihenfolge

  1. Auf Quell-NAS Drive Admin Console öffnen.
  2. Team-Ordner-Status prüfen.
  3. Existenz des gemeinsamen Ordners prüfen.
  4. Berechtigungen des ShareSync-Benutzers kontrollieren.
  5. Auf Ziel-NAS ShareSync-Verbindung öffnen.
  6. Server-Erreichbarkeit und Zugangsdaten testen.
  7. Paketversionen vergleichen.
  8. Logs prüfen.
  9. Erst danach Aufgabe neu anlegen, falls wirklich nötig.

Fazit

Die Meldung „Remote-Ordner deaktiviert oder nicht vorhanden“ hat meist eine konkrete Ursache auf dem Quell-NAS: Der Team-Ordner ist nicht mehr aktiv, wurde verändert oder der verwendete Benutzer hat den Zugriff verloren. Deshalb zuerst Drive Admin Console → Team-Ordner und die DSM-Berechtigungen prüfen. Eine komplette ShareSync-Verbindung sollte erst dann neu aufgebaut werden, wenn diese Grundlagen nachweislich korrekt sind und die bestehende Aufgabe trotzdem nicht mehr repariert werden kann.