Wenn eine Synology DiskStation einen I/O-Fehler für eine Festplatte meldet, sollte die Warnung ernst genommen werden – auch wenn das Laufwerk nach mehreren Versuchen zunächst wieder normal arbeitet. Ein einzelner Fehler bedeutet nicht automatisch einen unmittelbar bevorstehenden Ausfall. Wiederkehrende I/O-Fehler oder schnell zunehmende fehlerhafte Sektoren sind jedoch klare Warnzeichen.
Daten zuerst sichern
Bevor du weitere Tests durchführst, sollte eine aktuelle Sicherung der wichtigen Daten vorhanden sein. Ein RAID ersetzt kein Backup.
Laufwerk im Speicher-Manager prüfen
Öffne in DSM den Speicher-Manager und wechsle zu HDD/SSD. Wähle das betroffene Laufwerk aus und kontrolliere Gesundheitsstatus, Verlaufsinformationen und – abhängig von DSM-Version und Laufwerk – verfügbare Laufwerkstests.
Besonders wichtig ist die Entwicklung der fehlerhaften Sektoren. Bleibt deren Anzahl stabil und wird das Laufwerk weiterhin als gesund angezeigt, empfiehlt Synology, den Zustand weiter zu beobachten. Steigt die Zahl dagegen schnell an oder wechselt der Status auf kritisch bzw. fehlerhaft, sollte das Laufwerk ersetzt werden.
Auch Speicherpool und Volume kontrollieren
Prüfe zusätzlich den Zustand von Speicherpool und Volume. Ein degradierter Pool sollte nach der für deine DSM-Version vorgesehenen Vorgehensweise repariert werden. Bei geeigneten Konfigurationen kann regelmäßiges Data Scrubbing zusätzlich zur Datenkonsistenz beitragen.
Wann ist ein Austausch sinnvoll?
- Der I/O-Fehler tritt wiederholt auf.
- Die Zahl fehlerhafter Sektoren steigt deutlich.
- DSM meldet den Laufwerksstatus als kritisch oder fehlerhaft.
- Der Speicherpool wird durch das Laufwerk beeinträchtigt.
Kurz gesagt: Wiederkehrende I/O-Fehler oder eine deutliche Verschlechterung der Laufwerkswerte sind ein guter Grund, die Daten zu sichern und den Austausch des Laufwerks vorzubereiten.






