Das LOLA-Prinzip von René Egli ist ein Selbsthilfe- und Lebenskonzept, das persönliche Verantwortung, Loslassen und eine bewusst konstruktive Haltung miteinander verbindet. Diese Zusammenfassung gibt die zentralen Gedanken des Buches in eigenen Worten wieder.
Was bedeutet LOLA?
LOLA steht für drei Bausteine:
- LO = Loslassen
- L = Liebe
- A = Aktion und Reaktion
Egli beschreibt diese drei Elemente als zusammenhängendes Prinzip. Seine Grundidee ist, dass Menschen weniger Energie in Widerstand, Angst, Schuldzuweisungen und Kontrolle stecken und stattdessen Verantwortung für die eigene Haltung und das eigene Handeln übernehmen sollen.
1. Loslassen
Mit Loslassen meint Egli nicht Gleichgültigkeit. Gemeint ist vor allem, den gegenwärtigen Zustand zunächst anzuerkennen, statt ihn innerlich ständig zu bekämpfen. Wer eine Situation permanent ablehnt oder sich an ein bestimmtes Ergebnis klammert, bindet nach seiner Auffassung unnötig Kraft.
Das betrifft auch das Urteilen über andere Menschen. Statt alles sofort in richtig und falsch, gut und schlecht einzuteilen, soll der Blick stärker darauf gerichtet werden, was man selbst beeinflussen kann.
2. Liebe
Liebe ist im LOLA-Prinzip weniger romantisch gemeint als eine grundlegende Haltung gegenüber sich selbst, anderen Menschen und dem Leben. Egli verbindet damit Akzeptanz, Wertschätzung, Dankbarkeit und einen möglichst konfliktarmen Umgang mit der Umwelt.
Für ihn ist diese Haltung kein Nebenthema, sondern ein zentraler Faktor dafür, wie ein Mensch denkt, entscheidet und handelt.
3. Aktion und Reaktion
Der dritte Baustein beschreibt Eglis Vorstellung, dass Handlungen, Einstellungen und Gedanken Folgen haben. Er überträgt das Prinzip von Ursache und Wirkung stark auf das persönliche Leben. Wer ständig Angst, Ablehnung oder Feindseligkeit produziert, erlebt nach seiner Sichtweise eher entsprechende Reaktionen. Konstruktives Denken und Handeln sollen dagegen konstruktive Entwicklungen begünstigen.
Das ist als philosophische bzw. persönliche Lehre des Autors zu verstehen und nicht als naturwissenschaftlich nachgewiesenes Gesetz.
Persönliche Verantwortung statt Opferrolle
Ein wiederkehrender Gedanke im Buch ist die Verantwortung für das eigene Leben. Egli kritisiert die Neigung, Ursachen ausschließlich bei anderen Menschen oder äußeren Umständen zu suchen. Wer Veränderung möchte, soll zuerst prüfen, was sich an der eigenen Haltung, Entscheidung oder Handlung verändern lässt.
Damit verbindet er auch seine Kritik an Angst, Schuldgefühlen und übermäßiger Einmischung. Solche Muster können nach seiner Auffassung dazu führen, dass Menschen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten unterschätzen.
Im Hier und Jetzt leben
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gegenwart. Grübeln über die Vergangenheit und Sorgen um die Zukunft kosten Aufmerksamkeit. Loslassen bedeutet deshalb auch, den gegenwärtigen Moment bewusster wahrzunehmen und sich auf das zu konzentrieren, was jetzt tatsächlich getan werden kann.
Was ist die Kernaussage des LOLA-Prinzips?
Sehr kurz zusammengefasst lautet die Botschaft: Akzeptiere den aktuellen Zustand, übernimm Verantwortung für deine Reaktion darauf, handle möglichst konstruktiv und halte dich nicht krampfhaft an einem bestimmten Ergebnis fest.
Man muss Eglis Weltbild nicht vollständig teilen, um aus dem Buch einzelne Denkanstöße mitzunehmen. Besonders die Themen Selbstverantwortung, Loslassen, weniger Verurteilen und bewussteres Handeln lassen sich auch unabhängig von den weitergehenden philosophischen Aussagen betrachten.
Fazit
Das LOLA-Prinzip ist kein klassischer Ratgeber mit einer langen To-do-Liste. Es versucht vielmehr, eine einfache Denkformel für unterschiedliche Lebenssituationen anzubieten. Gerade diese Einfachheit macht das Buch für viele Leser interessant, kann aber auch provozieren, weil Egli Verantwortung sehr weit beim Einzelnen verortet.
Buch: René Egli, Das LOLA-Prinzip – Die Vollkommenheit der Welt, Editions d’Olt.