ABBYY FineReader 16.0.14.6157 druckt nicht: Update auf 16.2026.6.3 löst den Fehler

ABBYY FineReader PDF 16 druckte auf einem Windows-PC plötzlich überhaupt nicht mehr. Beim physischen Drucker öffnete sich der Druckdialog, nach dem Klick auf „Drucken“ passierte jedoch nichts. Beim Versuch über Microsoft Print to PDF erschien das Fenster zur Auswahl des Speicherorts nur ganz kurz und verschwand wieder – eine PDF-Datei wurde nicht erzeugt.

Der entscheidende Hinweis war am Ende nicht der Drucker, sondern die installierte FineReader-Version. Auf dem betroffenen Rechner lief zunächst ABBYY FineReader PDF 16 Build 16.0.14.6157. Nach der Installation der aktuell über ABBYY angebotenen Standalone-Version meldet das Programm ABBYY FineReader PDF Standard, Build 16.2026.6.3, Teilenr. 1435.10. Seit diesem Update funktioniert das Drucken wieder.

Kurzlösung

Wenn nur FineReader nicht druckt, Word und Acrobat Reader aber problemlos drucken, zuerst unter Hilfe → Über ABBYY FineReader die Buildnummer prüfen. In diesem Fall war 16.0.14.6157 installiert. Nach dem Update auf 16.2026.6.3 funktionierte das Drucken wieder.

Das konkrete Fehlerbild

  • Aus ABBYY FineReader auf den normalen Drucker: Der Druckdialog öffnete sich, nach dem Klick auf „Drucken“ passierte aber nichts.
  • Aus ABBYY FineReader auf Microsoft Print to PDF: Das Fenster zum Festlegen des Dateinamens und Speicherorts erschien kurz, verschwand anschließend wieder und es wurde keine PDF-Datei geschrieben.
  • Aus Microsoft Word: Drucken funktionierte normal.
  • Aus Adobe Acrobat Reader: Drucken funktionierte ebenfalls normal.

Damit war der physische Drucker als Hauptursache sehr unwahrscheinlich. Auch das Windows-Drucksystem war grundsätzlich funktionsfähig. Der Fehler trat reproduzierbar nur in FineReader auf.

Was zunächst nicht geholfen hat

FineReader reparieren

Die Installation wurde über die Windows-Programmverwaltung repariert. Das änderte am Verhalten nichts. FineReader startete anschließend zwar normal, der Druckauftrag wurde aber weiterhin nicht korrekt ausgeführt.

Microsoft Print to PDF als Gegenprobe

Auch ein virtueller Drucker half nicht. Gerade dieser Test war jedoch wichtig, weil er zeigte, dass das Problem nicht nur mit einem bestimmten physischen Druckertreiber zusammenhing. Wenn derselbe Fehler sowohl beim Hardwaredrucker als auch bei Microsoft Print to PDF auftritt, während andere Programme problemlos drucken, sollte man FineReader selbst genauer untersuchen.

ABBYY nennt Microsoft Print to PDF selbst als Windows-Lösung für PDF-Druckszenarien, seit der frühere virtuelle PDF-XChange-Drucker ab FineReader PDF 16 Release 3 nicht mehr Bestandteil des Programms ist.

Der bekannte Strg+Z-Workaround

Für ältere FineReader-16-Versionen ist ein Druckproblem dokumentiert, bei dem das Drucken aus dem PDF-Editor unter bestimmten Umständen nicht funktionierte. Ein zwischenzeitlich beschriebener Workaround über eine vorherige Aktion bzw. „Rückgängig“ half auf dem betroffenen Rechner nicht.

Der entscheidende Schritt: Buildnummer prüfen

Die Buildnummer findet man in FineReader unter Hilfe → Über ABBYY FineReader. Auf dem problematischen System stand dort 16.0.14.6157.

Genau diese Buildnummer taucht auch in den offiziellen Release Notes von ABBYY als FineReader PDF 16 Release 3 auf. ABBYY veröffentlichte danach unter anderem die Builds 16.0.14.6564 und 16.0.14.7295. In den Release Notes zu 16.0.14.6564 nennt ABBYY ausdrücklich eine Korrektur für ein Problem, bei dem das Drucken aus dem PDF-Editor möglicherweise nicht funktionierte.

Damit war ein Update der sinnvollere nächste Schritt als weitere Änderungen an Druckertreibern oder Windows.

Die funktionierende Lösung

Die aktuelle Installationsdatei wurde direkt über die offizielle ABBYY-Supportseite geladen:

ABBYY: Download links for FineReader PDF 16

Für eine normale lokale Einzelplatzinstallation ist dort FineReader PDF 16 Standalone vorgesehen.

  • Produkt: ABBYY FineReader PDF Standard
  • Build: 16.2026.6.3
  • Teilenummer: 1435.10
  • Copyright: © 2026 ABBYY Development, Inc.

Mit dieser Version funktioniert das Drucken auf demselben Rechner wieder.

ABBYY FineReader PDF Standard mit Build 16.2026.6.3 und Teilenummer 1435.10
Die funktionierende Version auf dem getesteten Rechner: ABBYY FineReader PDF Standard, Build 16.2026.6.3, Teilenr. 1435.10.

Schritt für Schritt: So würde ich heute vorgehen

  1. Prüfen, ob Word, Acrobat Reader oder ein anderes Programm auf denselben Drucker drucken kann.
  2. In FineReader zusätzlich Microsoft Print to PDF testen.
  3. Wenn nur FineReader betroffen ist, nicht sofort den Druckertreiber neu installieren.
  4. Unter Hilfe → Über ABBYY FineReader die Buildnummer kontrollieren.
  5. Bei einer alten FineReader-16-Version die aktuelle Standalone-Installation direkt von ABBYY herunterladen.
  6. Nach der Installation FineReader beziehungsweise Windows neu starten.
  7. Erneut zuerst auf den physischen Drucker und danach auf Microsoft Print to PDF testen.

Warum die Gegenprobe mit Word und Acrobat so wichtig ist

Ein Fehler beim Drucken führt schnell dazu, dass man am Windows-Druckdienst, am Druckertreiber, an der Druckwarteschlange oder sogar am Drucker selbst Änderungen vornimmt. Das kann unnötig viel Zeit kosten.

Wenn jedoch Word und Acrobat Reader auf demselben Computer und demselben Drucker funktionieren, während FineReader sowohl beim echten Drucker als auch bei Microsoft Print to PDF scheitert, verschiebt sich die Fehlersuche deutlich in Richtung FineReader. Genau diese Kombination war hier der entscheidende Hinweis.

Wer zunächst eine allgemeinere Fehlersuche benötigt, findet hier meinen ausführlicheren Beitrag: ABBYY FineReader druckt nicht – Ursachen systematisch prüfen.

Hinweis zu den unterschiedlichen Versionsnummern

Etwas verwirrend ist die Nummerierung. Die ältere FineReader-16-Installation meldete 16.0.14.6157. Die über den aktuellen ABBYY-Download bezogene Installation zeigt auf dem getesteten System dagegen 16.2026.6.3. Deshalb sollte man sich nicht allein daran orientieren, ob im Programmnamen weiterhin „FineReader PDF 16“ steht, sondern die tatsächlich installierte Buildnummer unter Hilfe → Über kontrollieren.

Wenn FineReader trotz Update weiterhin nicht druckt

Falls das Problem mit einer aktuellen Version weiterhin besteht, kann man für den ABBYY-Support direkt einen Systembericht erzeugen. ABBYY beschreibt dafür den Weg Hilfe → Über → Systeminfo… → Speichern…. Dabei wird ein AInfo-Bericht erzeugt, der technische Angaben zur FineReader-Installation enthält und die weitere Fehlersuche erleichtern kann.

Für andere FineReader-Probleme unter Windows 11 gibt es außerdem diesen Beitrag: ABBYY FineReader startet unter Windows 11 wegen fehlender DLL nicht.

Fazit

In diesem Fall lag das Problem nicht am Drucker und nicht am allgemeinen Windows-Drucksystem. ABBYY FineReader PDF 16 Build 16.0.14.6157 druckte nicht zuverlässig. Reparaturversuche und der Test mit Microsoft Print to PDF änderten daran nichts. Nach dem Wechsel auf die aktuell über ABBYY bereitgestellte Standalone-Version Build 16.2026.6.3, Teilenr. 1435.10 funktioniert das Drucken wieder.

Wer dasselbe Fehlerbild hat – FineReader druckt weder auf den physischen Drucker noch sauber auf Microsoft Print to PDF, während Word und Acrobat problemlos drucken – sollte deshalb frühzeitig die FineReader-Buildnummer prüfen und die aktuelle ABBYY-Version installieren.

Getestet am 24. September 2026. Die genannten Buildnummern beziehen sich auf die tatsächlich auf dem betroffenen System angezeigten FineReader-Versionen sowie die zu diesem Zeitpunkt erreichbaren ABBYY-Supportseiten.